Wie eine junge Stoma-Patientin mit der Diagnose „Künstlicher Darmausgang“ umgegangen ist

Teile Diesen Beitrag

Share on facebook
Share on linkedin
Share on whatsapp

Im Folgenden berichtet eine junge Stoma-Patientin, wie sie mit der Diagnose „Künstlicher Darmausgang“ umgegangen ist und wie sie die heutige Situation empfindet. Saskia Frietsch, so heißt die Patientin, die in Köln als Art-Direktorin tätig ist, hadert nicht so sehr mit ihrem Schicksal, obwohl sie zur Zeit der Diagnosestellung erst 17 Jahre alt war. Eine damals sehr junge Frau, die das „normale Leben“ noch vor sich hatte, die aber an Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) litt und deshalb erst einmal vorübergehend einen künstlichen Darmausgang erhielt. Deshalb willigte sie auch in die Operation ein, dann aber erkannten die Ärzte, dass der Darm sich nicht von den Entzündungen erholte; das Stoma musste somit bleiben. Sie hatte nie wirklich Berührungsängste und akzeptierte ihren Zustand schnell, denn auch der Dickdarm wurde wenige Monate später wegen der chronischen Entzündungsherde entfernt. Es blieb das Loch in der Bauchdecke mit dem Stomabeutel. Der Darmausgang war dann auch immer wieder verstopft, sodass die Ärzte zu einem Kock-Pouch rieten. Bei einem Kock-Pouch wird aus einem Stück Dünndarm eine Tasche geformt, die mit einer Öffnung in der Bauchdecke verbunden ist, aus der aber kein Stuhl einfach herausläuft. Der Stuhl wird im Körperinneren aufgefangen und mittels Katheter herausgeholt. Der Stomabeutel wird somit unnötig. Für die Patientin war dies eine echte Erleichterung. Sie kann wieder ein relativ normales Leben führen und hat sogar über Facebook einen Partner gefunden, der die Krankheit seiner Freundin akzeptiert und damit gut leben kann. Momentan beschäftigen Saskia Frietsch aber Dinge, die ihr späteres Leben stark beeinflussen werden, wie zum Beispiel Schwangerschaft und Kinderkriegen mit einem Kock-Pouch. Dass sie Kinder will, steht gar nicht zur Diskussion, nur Fragen, ob nicht eventuell viele Operationen zur Unfruchtbarkeit geführt haben und wenn nicht, wie sie die Schwangerschaft und Geburt eines Kindes mit der koninenten Ileostomie übersteht, denn der Kock-Pouch läuft Gefahr, dabei kaputt zu gehen.

Du hast Fragen zu Diesem Thema?

Du hast Themenvorschläge?

Mehr zu entdecken

Blog

Bundesweites E-Rezept durch eRixa

Noch in diesem Jahr kommt das bundesweite E-Rezept. Allerdings müssen sich die meisten Apotheken noch bis zum vierten Quartal gedulden. Für viele E-Rezept-Anbieter wie z.B. eRixa ergeben sich dadurch Chancen am Markt. Aus diesem Grund bewirbt eRixa seine Kooperation mit ere.Health, einem Softwareanbieter für E-Rezepte. Mit ere.Health können Apotheken schon heute E-Rezepte nach Gematik-Spezifikation deutschlandweit

Blog

hi.health und SmartHomecare gehen gemeinsam den Weg in die digitale Zukunft

„Rechnung einreichen war noch nie so einfach!“ Unser Partner hi.health bietet eine transparente, digitale und schnelle Kostenrückerstattung für privat Versicherte. Mit der hi-health GesundheitsApp fungiert das InsurTech-Unternehmen als digitaler Vermittler zwischen den Versicherungen und den Versicherten. Die User können bei mehr als 40 Versicherungen ohne Papierkram schnell und einfach Arzt- sowie Medikamentenrechnungen zur Abrechnung online