Tipps zum Rezept- und Versorgungshandling

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In Zeiten der Coronavirus-Krise haben ältere und kranke Menschen, bei denen die Betreuung momentan erschwert ist, besondere Rechte, aber auch deren Angehörige, die oft verunsichert sind. Fragen rund um das Thema „ Wie bekommen ich Rat und Hilfe in der jetzigen Ausnahmesituation?“ können auch Pflegexperten wie Sandra Gratzkowski beantworten, die sich in einer sogenannten Corona-Sprechstunde mit den Fragen der verunsicherten Menschen beschäftigt. Es geht vor allem um Hilfestellungen bei Fragen wie man einen Antrag auf Leistungen bei der Pflegekasse durchbringt, wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) nicht zur Begutachtung ins Haus oder in die Pflegeeinrichtung des Betroffenen kommen kann und darf. In der momentanen Krisensituation sind keine normalen Verhältnisse wie in der Vor-Corona-Zeit möglich, erläutert Gratzkowski, da persönliche Termine vor Ort nicht stattfinden dürfen.

Stichtag ist bei fast allen Angelegenheiten der 30. September 2020, bis zu diesem Datum sind Begutachtungen durch den MDK und Beratungseinsätze durch einen ambulanten Pflegedienst außer Kraft gesetzt. Es gilt allerdings grundsätzlich, dass die Feststellung einer Pflegebedürftigkeit beispielsweise auch nach Sichtung der Aktenlage und telefonisch beziehungsweise digital möglich ist. Auch Kürzungen von Pflegegeldern sind in der jetzigen Covid-19-Pandemie nicht möglich. Der Pflegegeldanspruch wird bis zum Stichtag nicht gekürzt, darauf können sich Pflegebedürftige und Angehörige verlassen, auch wenn ein Beratungseinsatz nicht durchgeführt und somit nachgewiesen wurde.

Auch andere dringende Fragen beschäftigen die Pflegexpertin in der eigens dafür eingerichteten Sprechstunde, deshalb hat die „Frankfurter Rundschau“ auch die Corona-Sprechstunde eingerichtet. BürgerInnen, Unternehmen und die Politik muss sich auf veränderte, aber auch vereinfachte Verhältnisse einstellen, die nicht immer auf den ersten Blick durchdrungen werden können. Hilfestellungen gibt es aber in Krisenzeiten auch bei Organisationen (unbedingt darauf achten, dass diese nach § 45 b des Sozialgesetzbuches XI anerkannt sind), die man im Internet findet, bei Pflegekassen sowie örtlichen Pflegestützpunkten. Dies gilt auch für besondere Situationen bei der Hilfsmittelversorgung (Stoma).

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