Stoma: Philipp hat sich mit künstlichem Darmausgang ins Leben zurückgekämpft

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Philipp Heitmann, ein selbstbewusster 24-jähriger junger Hamburger, wird am 21. Mai 2019 aufgrund eines chirurgischen Eingriffs zum Stoma-Patienten, nachdem er vier Jahre lang eine Odyssee mit Therapien aufgrund von Colitis ulcerosa, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung des Darms, mitgemacht hat. Diese Zeit mit blutigen und schleimigen Durchfällen, Krämpfen, Nebenwirkungen der Medikamente bis hin zur Resistenzentwicklung bei einem erst gut wirkenden neuen Arzneistoff haben sein Leben geprägt und beherrscht, bis es nicht mehr ging. Die Krankheit verursachte bei ihm keine Schübe mit symptomfreien Intervallen, sondern eine konstante Verschlechterung seines Gesundheitszustandes, sodass die Operation im Mai 2019 unumgänglich war. Er gewann mit seinem künstlichen Darmausgang allerdings schnell seine Freude am Leben und Lebensqualität zurück. Nachdem Philipp austherapiert war, war die Operation die einzige Option. Der künstliche Darmausgang wurde in einer Lüneburger Fachklinik für Kolektomie gelegt. Bei der Kolektomie wird der komplette Dickdarm operativ entfernt, sodass nur noch über den Dünndarm Stuhl nach aussen abgegeben werden kann, der dann mit Hilfe eines Stomabeutels aufgefangen wird. Fünf Stunden dauerte der chirgische Eingriff, bei dem das Ileostoma letztlich die Lösung all seiner Probleme war. Der Chirurg konstruierte aus einem Teil des Dünndarms einen künstlichen Enddarm, über den die Ausscheidungen den Körper von Phlipp verlassen. Seitdem geht es dem jungen Mann aus Hamburg wieder richtig gut. Er bekam während der schweren Zeit sehr viel Unterstützung von seiner Familie, die ihn bei allen Therapien begleitete und froh ist, dass es ihm heute so gut geht. Er hat nach zwei abgebrochenen krankheitsbedingten Ausbildungen jetzt eine Neue begonnen; auch den lang ersehnten Motorrad-Führerschein, inklusive eigenem Motorrad, hat er bestanden. Mit seinem künstlichen Darmausgang betreibt er auch Sport und schwimmt sogar. Allerdings muss er bei Kraftsportübungen aufpassen, dass er wegen eines drohenden Bauchdeckenbruchs nicht zu viel Gewicht stemmt. Der einzige Wermutstropfen ist, dass Philipp auch heute noch unter den Nebenwirkungen von Kortison, Immunsuppressiva und Co. leidet, denn Sehvermögen, Hals sowie Bronchien haben unter der Therapie stark gelitten.

Quelle: rotenburger-rundschau.de

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