Speziell geschulte Pflegefachkräfte unterstützen Betroffene mit künstlichen (Darm-)Ausgängen

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Leben Menschen mit einem künstlichen Darmausgang benötigen diese vor allem in der prä- und postoperativen Phase nach Anlage eines Stomas individuellen Rat und Hilfe von einer speziell geschulten Fachkraft, die entweder die Anleitung und Schulung im Krankenhaus übernimmt oder aber von einem Homecare-Unternehmen oder Sanitätshaus auch ins Krankenhaus und zur anschließenden ambulanten Versorgung ins häusliche Umfeld geschickt wird. Mit der Anlage eines künstlichen Darmausgangs oder mit einem künstlichen Blasenausgang leben in Deutschland allein 150.000 Menschen, die in Sachen Selbstständigkeit mit Hilfe von verschiedenen Infomaterialien aufgeklärt werden müssen. Dieses findet schon im Krankenhaus in Absprache mit einem Arzt unter Anleitung einer Pflegefachkraft statt, die Patienten über die individuell anzupassenden Stomaversorgungs-Systeme, die sich momentan auf dem Markt befinden, aufklärt. Zuvor erklärt ein Arzt, wie die Operation abläuft und welche Teile des Darms entfernt werden müssen und wo das Stoma auf der Bauchdecke platziert werden muss. Nach dem präoperativen ärztlichen Gespräch übernimmt dann die spezialisierte Pflegefachkraft, auch Pflegeexpertin Stoma, Kontinenz und Wunde genannt, die die optimale Position des Stomas markiert, damit nach Positionierung der Stomaöffnung durch den Chirurgen keine Probleme in der postoperativen Phase auftreten. Einen künstlichen Darmausgang, das heißt eine chirurgisch herbeigeführte Öffnung eines Darmteils durch die Bauchwand oder einen Blasenausgang erhalten Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Aber auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Fehlbildungen, Unfälle und Durchblutungsstörungen können einen künstlichen Darmausgang notwendig machen. Nach der Operation, also in der frühen postoperativen Phase, wird der Patient dann erst einmal mit Post-OP-Hilfsmittelsystemen versorgt, die nicht die endgültige Lösung darstellen, weil die Operationswunde erst verheilen muss. Bei der finalen Hilfsmittelversorgung wird der Betroffene mit einem künstlichen Darmausgang dann von der Spezialkraft angeleitet, die auch von einem Homecare-Unternehmen oder von einem Sanitätshaus ins Krankenhaus abgesandt werden kann. Betroffene sind mit diesen Pflegexperten in der Regel sehr zufrieden, da alle Fragen, die sich im Laufe der Eingewöhnungszeit ergeben, kompetent beantwortet werden können. Auch Probleme mit der Hilfsmittelversorgung können auf diese Weise besprochen werden. Der Patient wird im Rahmen des Entlassmanagements auf sein häusliches Umfeld mit einer selbstständigen Versorgung seines Enterostomas vorbereitet. Auch zuhause trainiert die Fachkraft danach mit dem Patienten den Versorgungswechsel und steht den Betroffenen durch ihre Ausbildung und Erfahrung bei Problemstellungen zur Seite. Ein lückenloser Übergang in die ambulante Häuslichkeit ist so gewähleistet, weil das Fachpersonal auch mit dem behandelnden Hausarzt und mit der Krankenkasse zwecks Kostenübernahme der Hilfsmittelversorgung in engem interdisziplinären Kontakt steht. Für Betroffene ist diese Tatsache sehr wichtig, weil Angst und Unsicherheit als Begleiter der Erkrankung nicht hilfreich sind.

Quelle: perspektive-homecare.de

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