Säugling erhielt temporäres Stoma, künstlicher Darmausgang

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Milan Wils wurde in der 38. Schwangerschaftswoche in seinem Heimatkrankenhaus in Duisburg zwei Wochen zu früh per Kaiserschnitt auf die Welt geholt, weil er an einem Herzfehler litt. Entdeckt wurde dieser, weil die Familie kurz zuvor einen schweren Autounfall hatte. Für die kleine Familie kam dann der zweite Schock, denn die Ärzte diagnostizierten nach Unruhe des Säuglings und schwieriger Nahrungsaufnahme eine hochgradige Darmentzündung mit Symptomen einer nekrotisierenden Enterokolitis infolge der Komplikationen des Herzens. Der kleine Junge wurde samt Vater – die Mutter musste sich erst von den Strapazen des Kaiserschnitts erholen – in die Spezialabteilung für Kinderanästhesie- und chirurgie der Helios St. Johannes-Klinik in Duisburg gefahren, wo Milan von Dr. Ralf-Bodo Tröbs und Dr. Michael Mayer notoperiert wurde. Das Haus ist auf solche Fälle im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin spezialisiert.

Folglich gehörte Milan zu den jüngsten Patienten, denen ein künstlicher Darmausgang chirurgisch gelegt wurde, denn der Darm des Kleinen war massiv entzündet und der Darminhalt wurde nicht mehr weiter transportiert. Der Säugling erholte sich nach dem dramatischen Vorfall infolge zunehmendem Darmverschluss und Verschlechterung des Allgemeinzustands erstaunlich schnell, sodass er in sein Heimatkrankenhaus zurückverlegt wurde. Der künstliche Darmausgang, auch Enterostoma genannt, war nur vorübergehend gelegt worden und ein Stück des Darms bei der Notoperation entfernt worden. Nach beängstigender Situation mit künstlicher Beatmung legte Milan wenige Monate nach der Darmoperation kräftig an Gewicht zu und konnte in einer zweiten Operation nach Zurückverlegung des künstlichen Darmausgangs gesund aus dem Krankenhaus entlassen werden. Auch wird Milans Herz eines Tages wohl für immer geheilt sein.

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