KI hilft bei der Unterscheidung diverser Krebsarten

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Forscher des Zentrums für Proteindiagnostik und des Instituts für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum, kurz RUB, sowie der Abteilung für Hämatologie und Onkologie des RUB-Klinikums St. Josef-Hospital haben eine neue Aufnahmen-Methodik mit Hilfe von Infrarot-Mikroskopen entwickelt, die sich Quantenkaskadenlaser-Strahlen bedienen. Die Künstliche Intelligenz (KI) soll dabei helfen, 60.000 Menschen, die pro Jahr deutschlandweit an Darmkrebs erkranken, mit hoher Treffsicherheit zu diagnostizieren, damit anschließend auch mit den richtigen Methoden zielgerichtet therapiert werden kann, denn nicht immer ist es mit bisherigen Verfahren sehr gut gelungen, den Krebs zu unterscheiden. Die Klassifizierung von entnommenem Gewebe funktioniert allerdings mit dem „IR-Imaging“-Diagnosetool mit einer Sensitivität von 100 Prozent und mit einer Spezifität von 93 Prozent, wie eine Machbarkeitsstudie mit 100 weiblichen und männlichen Patienten erst kürzlich bewies. Die bisher durchgeführten Verfahren waren aufwendig, denn die Gewebeproben mussten erst eingefärbt und dann mittels Gen-Analyse innerhalb von 24 Stunden ausgewertet werden. Die erst jetzt entdeckte Vorgehensweise mittels KI benötigt weder Färbung noch Markierung, auch wird wenig Probenmaterial benötigt. Das Ergebnis ist zudem nach 30 Minuten durch eine automatische Funktion verfügbar. Auch wurde das neue Verfahren mittlerweile schon verbessert, denn erst konnte man mit der IR-Methode nur eine genaue morphologische Betrachtung erhalten, die Auskunft über Form und Struktur des entnommenen Gewebes des Betroffenen mit Darmkrebs-(Verdacht) gab. Jetzt, mit dem überarbeiteten KI-Tool, sind auch molekulare Veränderungen sichtbar, denn eine Unterscheidung zwischen sogenannten mikrosatellitenstabilen (MSS) und mikrosatelliteninstabilen (MSI) Tumoren ist sehr wichtig. Mikrosatelliten sind dabei vereinfacht gesagt kurze Abschnitte der Erbinformation. MSI-Tumore sind besser heilbar, sprechen auf Immuntherapien besser an und haben auch eine tausendfach niedrigere Mutationsrate, während MSS-Tumore gefährlicher sind und die Überlebensrate der betroffenen Patienten damit wesentlich geringer. KI hilft demnach dabei, die richtige Entscheidung für eine Therapie zu treffen, wenn man weiß, um was für eine Art Tumor es sich handelt. Auch die Prognose, die Ärzte den Patienten mitteilen, kann somit einfacher vorhergesagt werden.

Quelle: apotheke-adhoc.de

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