Kausale medikamentöse Therapie des Kurzdarmsyndroms mit chronischem Darmversagen oft möglich

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In der österreichischen Bevölkerung leben einem Pressebericht des Unternehmens Takeda zufolge 2 bis 3 Menschen von 100.000 mit der sehr seltenen Krankheit KDS-DV, einem Kurzdarmsyndrom mit chronischem Darmversagen. In Deutschland dürfte nach Schätzungen die Zahl etwas höher sein. Die Lebensqualität der Betroffenen ist deutlich verringert, denn Menschen mit dieser nicht häufig vorkommenden Erkrankung leiden meistens unter chronischen Durchfällen, aber auch unter Gewichtsabnahme, Anämie (Blutarmut), Hypokalziämie (niedriger Calciumspiegel im Blut) und allgemeinen Mangelsymptomen sowie Nieren- und Gallensteinen. Das KDS-DV tritt als Folge von ausgedehnten Operationen des Darms auf, wenn durch sogenannte Darmresektionen der Darm oder ganze Teile des Darms entfernt werden mussten. Der Patient litt vor der komplexen und schwerwiegenden Erkrankung des KDS-DV unter Anomalien, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, unter einem Tumor oder die Darmresektion war Folge einer schweren Verletzung des Darms. Die Belastung und die Gesundheitsrisiken sind für Betroffene nach Entfernung des Dünndarms oder großer Teile davon sehr hoch, weil die Aufnahmekapazität von Flüssigkeiten und wichtigen Nährstoffen sowie Mikronährstoffen gestört oder stark eingeschränkt ist. Patienten bekommen in vielen Fällen eine parenterale, das heißt künstliche Ernährung (PE), oft mit Hilfe eines Portkatheters, direkt in die Vene. In manchen Fällen wird auch eine Flüssigkeitssubstitution notwendig, wenn extrem starke Durchfälle den Körper zusätzlich schwächen. Mit der parenteralen Ernährungstherapie mit oder ohne Flüssigkeitsersatz können aber auch eine Reihe von potenziellen Komplikationen verbunden sein, wie etwa eine katheterassoziierte Blutvergiftung (Sepsis), Stoffwechselstörungen und Thrombosen, die Krankenhausaufenthalte nach sich ziehen.

Eine Reduktion oder das Absetzen der Parenteralen Ernährungstherapie ist das Ziel des japanischen Unternehmens Takeda, die ein zielgerichtetes Medikament im Therapiebereich Gastroenterologie entwickelt haben. Die kausale medikamentöse Therapie, die das KDS-DV behandelt, sorgt dafür, dass der Patient im Idealfall auf die PE verzichten kann, weil ein Hormon die Darmoberfläche so vergrößert, dass wieder genügend Flüssigkeit und Nahrungsbestandteile aufgenommen werden können. Das sogenannte Hormon GLP-2 vergrößert als Pepitidhorm des Gastrointestinaltraktes die Darmschleimhaut. Die Darmoberfläche wird vergrößert, weil die Darmzotten (Ausstülpungen der Darmwand) zum Wachstum angeregt werden. Des Weiteren vertiefen sich die schlauchförmigen Einsenkungen des Dünndarms und des Dickdarmepithels, die Darmkrypten genannt werden. Durch die Medikamentengabe wird die Aufnahmekapazität des Restdarms, falls noch vorhanden, erhöht. Eine Malabsorption, die aufgrund des Kurzdarmsyndroms entstanden ist, wird dadurch beseitigt. Bei der Malabsorption ist nämlich, wie oben schon kurz beschrieben, die Resorption (Aufnahme) von Nahrungsbestandteilen durch morphologische Verränderungen im Gastrointestinaltrakt, Beispiel Morbus Crohn, gestört. Das Therapieziel ist damit erreicht, denn betroffene Patienten mit verbliebenem Restdarm können sich infolge Medikation wieder (halbwegs) normal ernähren, was zur Erhöhung der Lebensqualität führt.

Quelle: pressetext.com

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