Ileostomie, eine Form des künstlichen Darmausgangs

Eine Ausleitung von Darminhalt aus dem Dünndarm nach operativer Entfernung eines Bereiches des Dickdarms oder aber des gesamten Dickdarms einschließlich des Schließmuskels über eine chirurgisch angelegte Öffnung der Haut heißt Ileostomie. Ileostoma ist danach der Fachbegriff, der die Öffnung, durch die die Darmabfälle nach aussen aus dem Körper austreten, beschreibt. Die Ausscheidungen werden dabei in ein künstliches Beutelsystem, das an die Hautoberfläche geklebt wird, ausgeleitet.

Gründe für ein Ileostoma gibt es einige: Die Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa machen den operativen Eingriff notwendig, aber auch eine eher seltene Erbkrankheit wie die Polyposis, bei der sich im Dickdarm zahlreiche Polypen, die zu Krebs entarten können, ansiedeln. Die Betroffenen der chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten leiden alle an starken Durchfällen, die tagsüber und auch nachts (tagsüber allein bis zu 30-mal) auftreten und medikamentös nicht behandelbar sind. Man unterscheidet zwei Arten der Ausleitung von Darminhalt. Es gibt eine endständige und eine doppelläufige Ileostoma-Variante, die dann aber eventuell auch wieder rückgängig zu machen ist.