Die Geschichte von Rita Hofmeister: Endometriose und dann doch ein zufriedenes Leben mit einem künstlichen Darmausgang

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Die Krankheit Endometriose kommt überwiegend beim weiblichen Geschlecht vor und ist eine chronische Erkrankung, die vier bis 12 Prozent aller Frauen zwischen Pubertät und Wechseljahren betrifft. Man weiß wenig über Ursachen und Verlauf, auch weil Endometriose noch immer als Tabuthema gilt. Fakt ist, dass außerhalb der Gebärmutter Gewebe wächst, was dem Gewebe der Gebärmutter ähnlich ist. Dann kann es das kleine Becken befallen, aber auch die Eierstöcke, den Eileiter, die Blase, den Harnleiter, das Bauchfell und den Darm, wie der Fall von Rita Hofmeister zeigt. Die Patientin bekam in jungen Jahren die Diagnose und durchschritt eine regelrechte Odyssee mit ständigen Schmerzen, Krämpfen, Verdauungsproblemen und Verstopfung sowie Kreuzschmerzen, die immer schlimmer wurden. Sie nahm über viele Jahre Schmerzmittel ein, doch die Schmerzen verschlimmerten sich in Dauer und Intensität. Darüber hat sie auch ein Buch geschrieben: Endometriose: Ein Selbsthilfebuch“, mit vielen Tipps und Anregungen für Leidensgenossinnen.

Irgendwann nach zähem Ringen ließ sie sich von ihrem Arzt zu einer Operation überreden, allerdings ohne Anlage eines künstlichen Darmausgangs, denn das wollte sie in jungen Jahren unbedingt verhindern. Daher nahmen ihr die Ärzte im Jahr 2006 nur ein Stück vom Darm weg. Anfänglich gewann Hofmeister auch Lebensqualität zurück und engagierte sich in der Endometriose Vereinigung Austria. Außerdem reiste sie für ein Jahr nach Indien, um eine Yoga-Lehrer-Ausbildung zu machen. 2012 kamen die Beschwerden zurück, 2019 unterzog sie sich einer weiteren Operation, die aber ihre Beschwerden letztlich nicht lindern konnte, sodass der chirurgische Eingriff zur Anlage des Enterostomas dann doch nicht verhindert werden konnte. Allerdings hatte sie es trotz der vielen körperlichen und seelischen Talfahrten geschafft, die Entstehung des künstlichen Darmausgangs hinauszuzögern. Ein Abszess an der Naht im Darm führte aber schließlich zur alles entscheidenden Operation, die ihr heute ein glückliches Leben beschert. Endometriose ist nicht heilbar, aber Rita Hofmeister hat nun dank der Schulmedizin keine Beschwerden mehr. Allerdings kritisiert sie die nicht vorangekommene Ursachenforschung dieser Erkrankung, die wohl auch durch äußere Belastungen ausgelöst werden kann, wie die Endometriose-Patientin erklärt.

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