BVMed-Stellungnahme zur Impfpriorisierung   

Der Bundesverband Medizintechnologie, kurz BVMed, fordert in einer Stellungnahme zum Referentenentwurf der Coronavirus-Impfverordnung durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) eine Gleichstellung von Homecare– und Hilfsmittel-Leistungserbringern mit Pflegepersonal.  

Mitarbeiter von Homecare– und Hilfsmittelanbietern wie Sanitätshäuser sind demnach bei Impfungen genau wie anderes medizinisches Personal zu priorisieren. Beschäftigte der Medizintechnik-Branche (Produktion und Vertrieb) und Dialyse-Leistungserbringer gehören ebenso dazu. Alle Mitarbeiter von Leistungserbringern, die zahlreiche Kontakte zu Patienten mit Komorbidität und/oder hohem Alter haben, sollten frühzeitig gegen Covid-19 geimpft werden. Das gilt vor allem für Personen aus der Gesundheitsbranche, die sich regelmäßig in Krankenhäusern sowie in der ambulanten und stationären Pflege aufhalten, und dort nahen Kontakt zu Patienten und Pflegepersonal sowie zu Ärzten haben. Die EinweisungVersorgung und Überwachung von Patienten mit bestimmten Artikeln zur Stomapflege und –versorgung gehört dazu, aber auch Hilfsmittel wie Katheter, medizinische Ernährung und Infusionstherapien fallen in diese Kategorie. Außerdem Medizinprodukteberater, die wegen lebenserhaltenden Medizinprodukten Krankenhäuser besuchen müssen und deshalb in engen Kontakt mit Mitarbeitern und Patienten treten müssen. Niemand soll einerseits wegen nicht geimpfter Beschäftigter dieser Gesundheitsbereiche zu Schaden kommen, andererseits darf es keine pandemiebedingten Engpässe durch Ausfallen der Belegschaft deversorgungsrelevanten und lebensnotwendigen Medizintechnik-Branche geben, stellt der BVMed durch seinen Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll klar.  

 

Quelle: ostechnik.de