App „voize“ steht für Innovation im Pflege-Management

Drei ganz junge Menschen, die Gründer des digitalen Sprachassistenten für Pflegedokumentationen „voize“, sind eigentlich noch Studenten an der Universität. Erik Ziegler, 21 Jahre alt und die Brüder Fabio und Marcel Schmidberger, beide 22 Jahre alt, haben als Startup-Gründer Geld von der gemeinnützigen Initiative „GesundZusammen“ bekommen, weil sie mit einer Idee und Innovation zur Bewältigung der Corona-Krise beigetragen haben oder aber noch tragen werden. Die Drei konnten aber aufgrund der Virus-Infektion geplante Pilotprojekte in Altenheimen nicht umsetzen, sodass es vorerst zum Stillstand des Jungunternehmens, das im Februar 2020 gegründet wurde, kam. Untätig waren alle drei aber dennoch nicht. Sie testeten in der Zwischenzeit die App und entwickelten sie weiter. Pflegekräfte, die eigentlich in die Weiterentwicklung miteingebunden werden, mussten wegen des Coronavirus erst einmal außen vor bleiben. Aber schon jetzt funktioniert die Dokumentation durch freies Einsprechen des Krankheitsbildes des Patienten am Smartphone hervorragend. Pflegende starten einfach mit der Eingabe der Dokumentation auf dem mobilen Endgerät. Dabei können Spracheingabe und Textanalyse komlett offline auf dem Engerät ausgeführt werden, was sich besonders bei Patienten im ländlichen Raum positiv bemerkbar macht. Auch sind alle Dokumentationseinträge als datenschutzrechtlich unbedenklich einzustufen, da ohne Zwischenstelle in das Dokumentationssystem gesendet wird. Nach der Spracheingabe im ersten Schritt folgt die Textanalyse, indem der Dokumentationsfall nach Stichworten aufgegriffen wird und beispielsweise Bewohner und Eigenschaften, aber auch Krankheitsbild sowie Symptome wie in Krankenakten hervorgehoben werden.

Die App „voize“ generiert im dritten Schritt einen strukturierten Dokumentationseintrag mit Hilfe der Textanalyse. Alles wird dann nochmals von der Pflegekraft bestätigt. Das führt dann dazu, dass die komplette Dokumentation erfolgreich in das System eingetragen wird. Automatisch strukturierte Dukumentationseinträge mit Hilfe von „voize“ im Pflegedokumentationssystem haben entscheidende Vorteile im Pflegebereich, denn Pflegende gewinnen auf diese Weise mehr Zeit für die Betreuung ihrer Patienten. Die Pflegedokumentation nimmt nämlich gut ein Drittel der Arbeitszeit in Anspruch. Auch bei einem Schichtwechsel profitieren alle Pflegekräfte von dem nicht allzu großen digitalen Dokumentationsaufwand, um die Pflege günstig zu planen und um die Gesundheit jedes einzelnen Heimbewohners zu checken. Außerdem erleichtert das System die Abrechnung. Auch in Zukunft werden digitale Pflege-Dokumentationen benötigt, wenn der Pflegefachkräftemangel noch größer werden wird.

Quelle: bento.de